Diabolo
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Diabolo

Diabolo100migLeise  - Wendig - Schnell
Die Story

Das erste minicopter-Modell, der Joker 1, erfreute sich lange Zeit großer Beliebtheit, war es doch der erste große E-Heli in der heute üblichen Alu-CfK-Bauweise. Im Laufe der Zeit wurden viele Bitten an mich herangetragen, doch noch einmal einen modernisierten Nachfolger des Joker 1 zu erschaffen. Das Konzept des zweistufiges Zahnradgetriebes mit riemengetriebenem Heck hat sich als extrem zuverlässig und langlebig erwiesen. So lag es nahe, diese Eigenschaft zu nutzen und einen 3D-Spezialisten zu erschaffen, der leistungsmäßig oberhalb des Joker 3 angesiedelt ist und den heutigen Leistungsanforderungen gerecht wird.

Die Konstruktion begann wie schon beim Vorgänger in aller Ruhe und Abgeschiedenheit. Es lässt sich einfach besser arbeiten, wenn möglichst wenig Personen davon wissen. So war eine intensive Erprobung über mehrere Monate möglich, während der viele kleine Änderungen in die Konstruktion eingeflossen sind. Ein so grosses Modell benötigt eine gewisse Reifungszeit zum Einpflegen von Verbesserungen.

Warum "Diabolo"?

Ein Diabolo ist ein Spielzeug, mit dem man nach einiger Übung kunstvolle Tricks vorführen kann, vergleichbar dem 3D-Fliegen bei einem Heli. Ein Diabolo ist aber auch ebenso ein Gewehr-Geschoss für Sportschützen, was man mit Speedfliegen gleichsetzen kann. Als die Haube fertiggestellt war, steuerte ein anwesender Modellflugfreund beim Betrachten dieser spontan noch ein weitere Bedeutung bei: "Das ist der Teufel!" Wer sich die Haube einmal genau ansieht, wird sicherlich entdecken, was er meinte. Von diesem Detail, das Einrisse der Haube im Bereich der Rollservos durch häufiges Abnehmen verhindern soll, einmal abgesehen, fügt sich die Haube makellos in die Joker-Familie ein. Sie ist jedoch nun im Frontbereich spitzer als der Vorgänger, einige Zentimeter höher und auch mit 118 mm an der breitesten Stelle deutlich schmäler.

Flugleistungen

Wenn man das Modell als erfahrener Zuschauer zum ersten Mal fliegen sieht, sticht einem sofort das dicke Heckrohr ins Auge. Dieses ist auch bei schnellen Manövern oder grossen Entfernungen extrem gut für das Auge wahrnehmbar und gibt dem Diabolo fast schon das Aussehen eines Rumpfmodelles. Durch die leichte Heckkonstruktion in Verbindung aus Heckrohr, leichtem Heckgetriebe und Riemenantrieb können sehr hohe Drehraten am Heck erreicht werden. Am verblüffendsten ist jedoch die enorme Bandbreite des Diabolos. Er kann zum einen mit einem langsam drehenden Allroundmotor sehr sparsam und flüsterleise geflogen werden oder auch mit einem Powermotor an die physikalischen Grenzen gebracht werden.

Technische Daten
  • Rotordurchmesser: 1,56 bis 1,68m (Blattlänge:690-750mm)
  • Gewicht ohne Akku: 3,5 kg
  • Zweistufiges, sehr leise laufendes schrägverzahntes Stirnradgetriebe
  • leichtgängiger Riemenantrieb des Heckrotors mit automatischem Längen- und Resonanzkompensator
  • Übersetzung Heckrotorantrieb 4,75:1 oder 5,15:1
  • Heckrotordurchmesser: 290-300 mm
  • Länge mit Haube: 1,38 m
  • Länge ohne Haube: 1,27 m
  • Höhe: 39 cm
  • Kufenbreite 22 cm aus stoßabsorbierendem Aluminium
  • Heckrohrdurchmesser: 30 mm schwingungsabsorbierendes, eloxiertes Aluminium! (deutlich steifer und mechanisch unempfindlich gegenüber CFK)
  • hängender Akkueinbau für hohen Schwerpunkt
  • Akkuschacht: 68(74)mm hoch, 64 mm breit
  • Automatische Riemenspannung über Elastomerspanner
  • Rotordrehrichtung rechts

 

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Empfohlenes Zubehör

Die Trainingsflüge und auch alle Demoflüge der Teampiloten werden mit derzeitigen Standardkomponenten durchgeführt, um beim Testen anderer Komponenten eine Basis für Vergleiche zu haben. Es ist zu bezweifeln, ob z.B. leistungsfähigere Servos wirklich noch eine spürbare Änderung erbringen. Alle aufgeführten Komponenten sind solche, die intensiv erprobt wurden und daher empfohlen werden können. Sicher kann man auch teurere Komponenten einbauen, an dieser Stelle soll aber lediglich ein zuverlässiger und auch von jedem bezahlbarer Standard als Ausgangsbasis aufgeführt werden. Nach oben hin sind ja bekanntlich kaum Grenzen gesetzt. Die Reihenfolge bei Mehrfachnennungen ist willkürlich.

Vor allem für Neulinge in der Materie empfiehlt es sich, auf die aufgeführten Komponenten zurück zu greifen. Vermeintlich billigere Dinge wie z.B. Servos, entpuppen sich leider allzu schnell als Fehlinvestition. Die Qualität eines Servos lässt sich nicht einfach nur an Stellkraft und Stellgeschwindigkeit festmachen, sondern vor allem muss auch das Reaktionsverhalten beim Aussteuern äußerer Einflüsse berücksichtigt werden. Wenn man gegen den Servoarm drückt, sollte die Auslenkung, bis das Servo beginnt, dieser entgegen zu steuern, möglichst klein sein ("Deadband"). Manch vermeintlich brauchbares Servo, oft zum günstigen Preis angeboten, fällt da schnell ab. Der Einfluss der Servoqualität auf das Steuergefühl des gesamtes Modells ist erheblich. Es müssen auch wirklich nicht die teuersten Vertreter eines Herstellers sein, die derzeit populärsten Typen reichen immer aus.
Daher als Empfehlung: Wir testen immer wieder neue Komponenten und wenn uns diese nach der Testphase als geeignet erscheinen, werden diese in diese Liste der empfohlenen Komponenten mit aufgenommen. Wer nichts falsch machen möchte und auch nicht selbst experimentieren will, sollte sich dort bedienen.

 

Motor: Motoren mit einem Statordurchmesser von 40 bis 45mm:

Xera 4025-560, 4030-560, 4530-500, Plettenberg Copter 30/12 (Evo), 30/10 (Evo), Kontronik Pyro 700-52L , 750-50 oder 750-50L

Untersetzung: Eine Pauschalaussage zu jedem Motor ist nicht möglich, da auch andere Faktoren wie Qualität des Akkus und natürlich die Vorlieben des Piloten (zeitorientiert/leistungsorientiert) zu berücksichtigen sind. Einen brauchbaren Rechner zur Berechnung des Ritzels findet man hier:  Ritzelrechner

Regler: Hobbywing 130HV/130 HV Opto/160HV, Kontronik Jive 80HV, Kontronik HeliJive

Rotorblätter: DH-Blades 690/710 Nr. 1042, 1043, NHP 742mm Nr. 1025

Heckblätter: NHP 105mm #1035, 110mm #1038, 115mm #1038a

Taumelscheibenservos: Futaba BLS 451, BLS452, BLS471 SV; Hitec 8360TH, MKS HBL850/950

Heckservo: Futaba BLS 251/256, MKS HBL880/980

Empfänger: z.B. Futaba 6303SB, Graupner GR16, GR18

Flybarless-System: Bavarian Demon Axon, V-Stabi Neo, Microbeast V3, BD3-(S)X, AC-3X, Futaba CGY750

 

Diabolo in der Heli4Fun                   RC-Heli-Action